Neuanfang.
Noch einmal alles auf Null. Alles neu anfangen können. So easy? Ich glaube nicht. Menschen können verzeihen, aber vergessen werden sie nicht. Es wird auf ewig etwas zwischen uns stehen.

Alles hinter mir lassen. Die Vergangenheit. Sich nicht mehr umdrehen, egal wie schwer es sein würde. Ich kann es nicht riskieren - einen weiteren Rückschlag. Deshalb: Augen nach vorne gerichtet. In der Vergangenheit gibt es keine Momente, die nicht auch in der Zukunft auf mich warten könnten. Niemand weiß wie es Morgen aussehen wird. Manchmal dachte ich, ich würde an der Vergangenheit festhalten, weil ich nicht glaubte, dass die Dinge/Momente/Zeit auch nur annähernd wieder so schön werden könnten. Aber mir fällt auf, dass das, was man in der Vergangenheit tat, für die Zukunft gilt. Ein einfaches Beispiel: Schrieb man einen Brief, gab ihn ab, mit all den Erinnerungen. Abgeschlossen nun durch diesen Brief. Auf dem Weg zu der Person, an die er adressiert ist. Man läuft nach Hause. Dieser Schritt liegt jetzt hinter einem. Und eine Woche später meldet sich diese Person, um zu reden.

Man tat also etwas, und löste damit etwas anderes aus.
Ein Zahnrad treibt das andere an. Ist es nicht so?
Man braucht keine Angst vor der Zukunft haben. Denn wir erleben sie nur im Augenblick. Der Moment, in dem wir die Augen aufschlagen und ein neuer Tag beginnt. Wir haben es doch in der Hand, was aus der Zeit wird. Bekommt man die Chance zu einem Neuanfang in den Augen anderer, sollte man sich glücklich schätzen. Aber jeder Mensch kann einen Neuanfang wagen. Mit sich selbst.

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